Content-Marketing mit dem Zwiebelmodell: Systematisch Ideen für E-Mail-Marketing im E-Commerce entwickeln

10.06.2023 | 2 Min. Lesezeit
Liebe Leserin, lieber Leser,
Content-Ideen gehen vielen Unternehmen schneller aus als erwartet. Besonders im E-Mail-Marketing entsteht häufig der Eindruck:
„Wir haben gar nicht genug Content für regelmäßige Mailings.“
Dabei gibt es neben KI-Tools wie ChatGPT auch bewährte, klassische Methoden zur systematischen Content-Planung. Eine davon ist das Zwiebelmodell.
Es hilft, aus einem einzigen Thema viele unterschiedliche Inhalte für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln – ideal für nachhaltiges Content-Marketing im E-Commerce und für Marketing-Automation-Plattformen wie Klaviyo.
Was ist das Zwiebelmodell im Content-Marketing?
Das Zwiebelmodell basiert auf der Idee, dass jedes Thema mehrere Schichten besitzt.
Jede Schicht betrachtet dasselbe Thema aus einer anderen Perspektive oder mit wachsender Detailtiefe.
So entstehen aus einem Kernthema zahlreiche Content-Varianten:
für Newsletter
für Blogartikel
für Social Media
für automatisierte E-Mail-Kampagnen
Jede Schicht liefert neue Ansatzpunkte für Inhalte entlang der Customer Journey.
Beispiel: Das Zwiebelmodell angewendet auf das Thema „Bier“
Um das Prinzip greifbar zu machen, nehmen wir das breite Thema „Bier“ als Ausgangspunkt.
1. Themenfindung: Das breite Hauptthema definieren
Ausgangspunkt ist ein übergeordnetes Thema, zum Beispiel:
Bier
Dieses Thema ist bewusst weit gefasst und dient als Content-Basis.
2. Kernidee bestimmen
Innerhalb des Hauptthemas wird eine Kernidee definiert, zum Beispiel:
Craft Beer
Damit entsteht ein klarer Fokus für die weitere Ausarbeitung.
3. Erste Schicht: Grundlagen-Content
Die erste Zwiebelschicht enthält grundlegende Informationen:
Einführung in Craft Beer
Geschichte und Herkunft
typische Merkmale und Abgrenzung zu Industriebier
Diese Inhalte eignen sich besonders für:
erklärende Newsletter
Einsteiger-Content
Willkommensstrecken im E-Mail-Marketing
4. Zweite Schicht: Vertiefende Inhalte
Die zweite Schicht behandelt spezifischere Aspekte:
verschiedene Craft-Beer-Stile
Brautechniken
regionale Unterschiede
Hier entstehen Inhalte für:
thematische Newsletter-Serien
Fachartikel
segmentierte Kampagnen im E-Commerce
5. Dritte Schicht: Konkrete Beispiele und Marken
Die dritte Schicht wird noch konkreter:
Vorstellung einzelner Brauereien
Markenporträts
Philosophie und Geschichten hinter Produkten
Diese Inhalte sind besonders geeignet für:
Storytelling im E-Mail-Marketing
Produktkampagnen
Markenbindung
6. Weiterführende Schichten: Anwendung und Empfehlungen
Weitere Schichten können je nach Bedarf ergänzt werden, zum Beispiel:
Bierverkostungen
Food-Pairing-Empfehlungen
Event-Tipps
So entstehen kontinuierlich neue Content-Formate aus demselben Grundthema.
Alternative Zwiebelstruktur nach Jan Honsel
Eine weitere bekannte Systematik gliedert die Zwiebelschichten in vier Content-Ebenen
Schicht 1: Produktorientierte Inhalte
Worum geht es konkret?
Beispiel: Bier
Schicht 2: Produkteinsatzorientierte Inhalte
Wie wird das Produkt genutzt?
Welche Wirkung hat es?
Beispiel: Trinken von Bier und dessen Ergebnis
Schicht 3: Verwendungssituationsorientierte Inhalte
In welchem Umfeld wird das Produkt eingesetzt?
Beispiel: Menschen im Biergarten, Geselligkeit, FreizeitSchicht
4: Lebenssituationsorientierte Inhalte
Diese Ebene ist am weitesten vom Produkt entfernt und fokussiert auf Emotionen und soziale Aspekte:
Gemeinschaft
Freundschaft
Interaktion
Lebensgefühl
Beispiele:
„Ein Bier wie wir!“
„Hopfen und Malz erleichtern die Balz“
Diese Schicht eignet sich besonders für emotionales Storytelling und Markenkommunikation im Content-Marketing.
Warum das Zwiebelmodell ideal für E-Mail-Marketing und E-Commerce ist
Im E-Mail-Marketing für E-Commerce müssen regelmäßig relevante Inhalte produziert werden:
für Willkommensstrecken
für Produktkampagnen
für Reaktivierung
für Content-Newsletter
Das Zwiebelmodell bietet dafür:
eine klare Struktur zur Ideenfindung
konsistente Themenwelten
einfache Skalierbarkeit
In Verbindung mit Marketing-Automation-Systemen wie Klaviyo lassen sich die einzelnen Schichten gezielt unterschiedlichen Zielgruppen zuordnen:
Einsteiger erhalten Basis-Content
Stammkunden bekommen vertiefende Inhalte
loyale Kunden erhalten emotionale Storytelling-Formate
So wird Content-Marketing datenbasiert und strategisch einsetzbar.
Fazit: Mit dem Zwiebelmodell kontinuierlich Content erzeugen
Das Zwiebelmodell ist eine einfache, aber äußerst wirkungsvolle Methode zur systematischen Content-Entwicklung.
Aus einem einzigen Thema entstehen viele Inhalte mit unterschiedlichen Tiefen und Perspektiven.
Die Vorteile:
strukturierte Content-Planung
weniger Ideenmangel
bessere Zielgruppenansprache
höhere Relevanz im E-Mail-Marketing
nachhaltige Nutzung im E-Commerce
Wer seine Themen wie eine Zwiebel schält, schafft eine stabile Grundlage für langfristiges Content-Marketing und erfolgreiche Newsletter-Strategien.
Nächster Schritt: Content-Marketing strategisch strukturieren
Unternehmen, die ihr Content-Marketing klar gliedern und entlang solcher Modelle aufbauen, können:
regelmäßiger kommunizieren
konsistenter auftreten
ihre Zielgruppen gezielter ansprechen
Gerade im Zusammenspiel von E-Mail-Marketing, E-Commerce und Tools wie Klaviyo wird das Zwiebelmodell zu einem wirkungsvollen Instrument für nachhaltige Kommunikation.