Der wichtigste Job als E-Mail-Marketer: Beziehungen aufbauen statt nur Öffnungsraten messen

14.10.2023 | 2 Min. Lesezeit
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Wie war die Öffnungsrate?“ ist noch immer die am häufigsten gestellte Frage von Marketingleitern und Verantwortlichen. Diese Kennzahl führt jedoch nur bedingt weiter – und das nicht allein wegen der technischen Schwierigkeiten, überhaupt eine verlässliche Öffnungsrate zu messen.
Denn:
Das Öffnen einer E-Mail bedeutet nicht automatisch, dass der Inhalt als wertvoll empfunden wurde oder dass sich der Empfänger intensiv damit beschäftigt hat. Viele E-Mails werden nur für Sekundenbruchteile geöffnet, während Postfächer schnell durchgescrollt werden.
Das eigentliche Ziel im E-Mail-Marketing ist nicht, dass eine Kampagne geöffnet wird.
Das Ziel ist, dass die nächste E-Mail auch noch gelesen werden will.
Das wahre Ziel von E-Mail-Marketing: langfristige Leserbindung
Um die Abmelderate niedrig zu halten, müssen wir uns darauf konzentrieren, unsere Abonnenten zu respektieren und dauerhaft zu binden. Erfolgreiches E-Mail-Marketing im E-Commerce und B2B bedeutet, stabile und vertrauensvolle Kundenbeziehungen aufzubauen.
Damit stehen Unternehmen vor einer grundsätzlichen Entscheidung: kurzfristige Kampagnenoptimierung oder langfristige Beziehungsstrategie.
Kampagnenfokus vs. Beziehungsfokus im E-Mail-Marketing
1. Betreffzeilen: Clickbait oder Klarheit?
Eine kampagnenorientierte Herangehensweise setzt häufig auf vage oder „clevere“ Betreffzeilen, um möglichst viele Öffnungen zu erzeugen – im Extremfall Clickbait.Ein beziehungsorientierter Ansatz wählt dagegen Betreffzeilen, die den Inhalt der E-Mail klar beschreiben.
So kann der Empfänger selbst entscheiden, ob die Nachricht relevant ist, ohne getäuscht zu werden. Gerade im E-Commerce ist Vertrauen ein zentraler Faktor für langfristige Conversion und Kundenbindung.
2. Listenaufbau: Qualität vor Quantität
Eine rein kampagnengetriebene Strategie versucht oft, mit möglichst vielen Tricks schnell große Verteiler aufzubauen. Einige Methoden sind sinnvoll, zum Beispiel:
sichtbare Anmeldeformulare
dezente Overlays
Problematisch sind jedoch aggressive Lockangebote wie extrem hohe Rabatt-Gutscheine.
Diese erzeugen kurzfristige Peaks, aber kaum nachhaltige Beziehungen.Empfehlenswert ist der Fokus auf:
ausdrückliche Opt-ins
hilfreiche, wertvolle und einzigartige Inhalte
So entstehen qualitativ hochwertige Abonnentenlisten – eine Grundvoraussetzung für nachhaltiges E-Mail-Marketing mit Tools wie Klaviyo.
3. E-Mail-Frequenz: Segmentierung statt Massenversand
Eine kampagnenorientierte Herangehensweise führt häufig zu sehr hoher Versandfrequenz, obwohl dies die Reaktionsraten senkt.Hohe Frequenz ist nicht grundsätzlich problematisch – sie muss jedoch durch:
Segmentierung
Automatisierung
Engagement-basierte Steuerung
ergänzt werden.
Das bedeutet konkret:
Empfänger mit hoher Interaktion können mehr E-Mails erhalten als solche mit geringem Engagement. Moderne E-Mail-Marketing-Systeme wie Klaviyo unterstützen diese differenzierte Steuerung auf Basis von Verhalten und Lead Scores.
4. Metriken: Kampagnenzahlen vs. Listenentwicklung
Eine kurzfristige Perspektive betrachtet vor allem:
Öffnungsraten
Klickraten
Conversion einzelner Kampagnen
Der langfristige Ansatz ergänzt diese um abonnentenbezogene Kennzahlen, etwa:
Entwicklung der Listengröße
Abmelderaten
langfristiges Engagement
Diese Metriken zeigen, ob dein E-Mail-Marketing wirklich nachhaltig funktioniert.
Besonders relevant für B2B und E-Commerce
Insbesondere B2B-Marken sollten langfristige Aspekte im E-Mail-Marketing priorisieren, da Geschäftsbeziehungen meist über längere Zeiträume aufgebaut werden.
In wirtschaftlich schwierigen Phasen steigt oft der Druck, kurzfristig mehr Umsatz zu generieren. Eine stärker vertriebsorientierte Vorgehensweise ist nicht grundsätzlich falsch – aber ihre langfristigen Kosten müssen bedacht werden.
Ein häufiges Problem ist sogenannte List Fatigue durch Oversending:
sinkende Aufmerksamkeit
steigende Abmeldungen
geringere zukünftige Umsätze
niedrigere Kundenzufriedenheit
Für den E-Commerce bedeutet das konkret: Kurzfristige Conversion-Gewinne können langfristig die gesamte E-Mail-Liste schwächen.
Fazit: Der wichtigste Job als E-Mail-Marketer
Der wichtigste Job als E-Mail-Marketer ist nicht die Optimierung einzelner Kampagnen, sondern der Aufbau stabiler und nachhaltiger Beziehungen zu Abonnenten.
Erfolgreiches E-Mail-Marketing bedeutet:
Respekt vor der Aufmerksamkeit der Empfänger
klare Kommunikation
relevante Inhalte
segmentierte Ansprache
langfristige Perspektive
Nur so lässt sich das volle Potenzial von E-Mail-Marketing im E-Commerce und B2B ausschöpfen.
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Herzliche Grüße und einen schönen Tag
Uwe und das Team von Meister Lampe
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